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| Zur Person des Author |
Peter Schütt wurde 1939 in Basbeck an der Niederelbe geboren. Er studierte in Göttingen, Bonn und Hamburg Deutsch und Geschichte und beendete sein Studium mit einer Dissertation über den Barockdichter Andreas Gryphius.
1968 zählte Schütt zu den Aktivisten der Studentenbewegung und verlor wegen seiner Beteiligung am Sturz des Hamburger Kolonialdenkmals seine Assistentenstellung an der Universität. Sein weiterer Weg führte ihn in die „Deutsche Kommunistische Partei", deren Bundesvorstand er von 1971 bis 1988 angehörte. Er zählte zu den entschiedenen Anhängern der Reformpolitik von Michail Gorbatschow und wurde deswegen von der SEDhörigen Parteiführung kaltgestellt. Er trat daraufhin aus der DKP aus.
Sein literarisches Werk umfaßt nahezu alle Formen. So hat er neun Gedichtbücher veröffentlicht, darunter „Entrüstet Euch" (1981), „Liebesgedichte" (1987) und „Moskau funkt wieder" (1988). Seine Verse wurden ins Englische, Russische, Schwedische, Bulgarische, Türkische, Arabische und Persische übersetzt. 1995 erhielt er den Lyrikpreis des Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hamburg. Peter Schütt hat mehrere Theaterstücke geschrieben, die von freien Gruppen und vom Rostocker Volkstheater aufgeführt wurden: „Kampnagel" (1969), „Streik auf der Werft" (1975) und „Jesus auf dem Sozialamt" (1988). Bekanntgeworden ist er jedoch vor allem durch seine literarischen Reisereportagen, die ihn nach Vietnam (1973), nach Sibirien (1977) und Mittelasien („Die Himbeersoße kam vom KGB", 1988), in das andere Amerika („Die Muttermilchpumpe", 1980), nach Afrika und in den Iran führten („Wenn fern hinter der Türkei die Völker aufeinander schlagen", 1987). Aber auch in der nächsten Umgebung hat er sich umgetan („Mein Niederelbebuch", 1976; „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan", 1981).
Über seine eigenen Irrtümer und Enttäuschungen schrieb Peter Schütt 1992 seinen Rechenschaftsbericht: „Mein letztes Gefecht. Abschied und Beichte eines Genossen": ein Buch, das ihm den unversöhnlichen Haß seiner früheren Mitstreiter eintrug. Er arbeitet publizistisch für wichtige Zeitungen und Zeitschriften, so für die FAZ, die „Welt", den „Rheinischen Merkur", die „Zeit" und für „MUT".
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